Maria und Siegfried Zoglauer

Gründeten die Bücherei in Buchbach

 

Siegfried und Maria Zoglauer, 2016


Da die Interviewer die beiden Zoglauers sehr gut kennen, duzen sich alle während des Interviews.


Maria, du bist in Außergefild im Böhmerwald geboren und 1946 als Vertriebene in den Westen gekommen. Da warst du 12 Jahre alt?

Maria: Zwölfeinhalb, ja. 

Kannst du uns berichten, wie du die Vertreibung erlebt hast.

Maria: Es gibt Bruchstücke von Erinnerungen. Eine Woche bevor wir ausgewiesen wurden, haben wir die Information bekommen, dass wir beim nächsten Transport dabei sind. Pro Person durfte man 50 kg zusammenpacken. Wir waren 4 Personen – meine Großmutter, meine Eltern und ich. Mein Vater hatte schon Kisten hergerichtet. Was nimmt man mit? Wir haben zum Beispiel Betten mitgenommen, das war wichtig, Wäsche, Geschirr, das ist ja sehr schwer ... zum Glück haben wir einen Sack voll Brotlaibe mitgenommen, an die fünf Stück, ziemlich groß. Und das hat uns hinterher sehr geholfen, weil wir wirklich Hunger hatten.

Kiste aus der Zeit der Vertreibung


Im Ort war eine Sammelstelle und dort musste man das Gepäck hinbringen. Von dort sind wir mit Lastwagen nach Winterberg gekommen, in ein tschechisches Sammellager, und zwar in einer Halle vom Steinbrener Verlag, damals deutschland- und europaweit bekannt durch die Gebetbücher, die dort gedruckt worden sind. 

Das war eine Riesenhalle, da drinnen waren Stockbetten – das ist jetzt eine Erinnerung als Kind, eine Halle voller Stockbetten und voller Leute. Ich hab’ mir ein oberes Stockbett ergattert, und von dort hatte ich die schönste Übersicht über die Masse von Menschen und das Hin und Her. Für mich war das abenteuerlich, ich hab’ noch nicht dieses Leid der Erwachsenen empfunden ... 

Waren Klassenkameraden von dir auch dabei?

Maria: Nein, keiner. 


Die Männer haben im Viehwaggon das ganze Gepäck auf eine Seite gestapelt, und dann hat man versucht, besonders für alte Leute eine Liegestatt oder wenigstens einen Sitzplatz zu machen. Und dann sind die Türen zugemacht und regelrecht verriegelt worden. Es war finster … Wir haben nicht gewusst, wo es hingeht.

Siegfried: Wohin war eigentlich festgelegt. Die aus Westböhmen kamen nach Bayern und die von Nordböhmen nach Ostdeutschland.... 

Also: Ihr wart in dem schrecklichen Waggon drin ... 

Maria:  


Eine Registrierkarte mit Entlausungsschein von einem Prachatitzer


Von Furth im Wald kam Maria mit ihrer Familie nach München Allach, nach ein paar Tagen weiter nach Rosenheim, Mühldorf und schließlich nach Mettenheim.

Maria: Hunger haben wir gehabt! Also, ich als Kind hab’ Hunger gehabt, das war ganz schlimm. Einmal am Tag gab es eine Scheibe Brot vom Wecken, so einen Zentimeter dick und ganz pappig. Das war aber in Nullkommanix weg. Und sonst Eintopf, Kartoffeln. Wir sind dann zu den Bauern in der Umgebung zum Betteln gegangen.


Du warst damals noch Schulkind…

Maria: Daheim war ich schon in der Volksschule und bin im Herbst 1944 sogar in die Oberschule nach Prachatitz gegangen, 55 Kilometer von daheim weg. Damals waren schon viele Luftangriffe. Die Schule ist dann Lazarett geworden, und es war aus mit der Oberschule. Nach Weihnachten kam ich wieder [aus Prachatitz] zurück, bei uns im Ort war auch kein Unterricht mehr, da war, wie soll ich sagen, so ein Durcheinander. Deutsche Soldaten zogen durch, Flüchtlinge aus Schlesien, einmal sind ganze Massen von Kühen durch [den Ort] getrieben worden, die schrien, weil sie nicht gemolken waren. Dann kamen wieder deutsche Soldaten, auch russische Gefangene wurden durchgetrieben ... Ein geordnetes Leben war nicht mehr möglich.

Bei den Tschechen durften deutsche Kinder nicht in die Schule gehen. So bin ich insgesamt eineinhalb Jahre lang nicht zur Schule gegangen. Erst in Oberneukirchen kam ich wieder in die Schule.

Siegfried: In dieser Zeit bin ich auch nimmer in die Schule gegangen. Das war ja früher nicht so, dass viele Frauen Lehrerinnen waren, das waren die Fräulein für die Kleinen. Unsere Lehrer waren Soldaten, die waren alle im Krieg … 

Maria, wie lange wart ihr in Mettenheim?

Maria: Bis Anfang August, gefühlt sehr lang. Dann sind die Familien aus Außergefild nach Oberneukirchen gekommen. Beim Gasthaus Reichthalhammer sind alle Gepäckstücke abgeladen worden. Wir sind natürlich auch vom Lastwagen runter. So, und da sind wir gestanden, und kein Mensch war da! Der Ort war wie ausgestorben. Da hat sich nichts gerührt, da hat man nichts gehört, da war keiner zu sehen. Da sind wir halt rumgestanden und haben gewartet. Man hat gemerkt, dass wir nicht unbedingt willkommen waren. An der Friedhofmauer war ein Birnbaum, und der Birnbaum war voller schöner reifer Birnen. Ich bin hin und hab’ Birnen runter, das war das Positive (lacht).

Im Herbst ist dann die Schule angegangen, und ich kam in die 8. Klasse. In Oberneukirchen gab’s Massen von Kindern in der Schule, weil so viele Flüchtlingskinder da waren. Es war eng, man hat versucht, das ein bissl aufzugliedern, die Buben von der 7. und 8. Klasse und die Flüchtlingsmädchen kamen zusammen. Einen Lehrer haben wir gehabt, er war kein Volksschullehrer, sondern ein Musiklehrer. Er hat mit den Buben Bügeleisen zerlegt und sowas, und wir Mädchen haben uns gelangweilt. Das war aber nur kurze Zeit, dann bekamen wir einen richtigen Volksschullehrer, aber die Lücken waren groß. Wir hatten zum Schreiben noch eine Schiefertafel – in der 8. Klasse! – es hat nichts anderes gegeben. Nach der 8. Klasse bin ich noch zwei Jahre in die landwirtschaftliche Berufsschule gegangen.

Meine Eltern haben gesagt: „Du kannst nicht immer bei dem Bauern arbeiten, du musst einen Beruf lernen.“ Ich kam zu einer Schneiderin in die Lehre. Das war schlimm für mich! Ich wäre viel lieber beim Bauern geblieben. 

Du hättest Bäuerin werden können.

Maria: Als Bäuerin hätt' ich als Flüchtling keine Chance gehabt. Jedenfalls war das mit der Schneiderei fürchterlich für mich.

In der landwirtschaftlichen Berufsschule haben wir an Weihnachten Theater gespielt. Dafür war der Pfarrer zuständig und eine Lehrerin. Ich spielte den Erzengel Gabriel, den Verkündigungsengel. Ich muss so eindrucksvoll gespielt haben, dass der Pfarrer mich angesprochen hat. Er hat gefragt, was ich werden möchte, und ich sagte, ich würde bei einer Schneiderin arbeiten, aber dass ich gern Lehrerin werden tät. Ich war ja schon 16 Jahre alt, das schien so aussichtslos. Aber der Pfarrer Schmaus setzte sich mit Lehrerbildungsanstalten in Passau und in Landshut in Verbindung. In Landshut konnte ich dann die Aufnahmeprüfung machen.

Ich hab’ solche Lücken gehabt, vor allem im Rechnen. Der Pfarrer und die Lehrerin gaben mir Nachhilfe, damit ich die Prüfung besteh, ja. Und dann ist es gut gegangen.

Wir hatten die übliche Probezeit, die ich bestand. Damals, als ich angefangen hab, hätte die Ausbildung fünf Jahre gedauert, und ich wäre eine fertige Lehrerin gewesen. Aber nach einem Jahr war Schulreform. Und nach der Schulreform musste man das Abitur haben als Voraussetzung zum Studium für den Lehrberuf. Das waren also anstatt fünf Jahre neun Jahre, für meine Eltern eine große Belastung.

Siehst du Parallelen zwischen den syrischen Flüchtlingen von heute mit deiner Vertriebenen-Geschichte?


...


Wie habt ihr die 60er Jahre erlebt?

Siegfried: Das war insgesamt eine Zeit des Aufbruchs … es hat eigentlich in der Zeit nie eine Rezession gegeben. Das war natürlich auch für den Arbeitsmarkt gut. Wir haben uns auch relativ leicht getan, als wir in Taufkirchen waren, wir haben nicht aufwendig gelebt und schon gespart …

Maria: Als wir in Waldkraiburg waren und der Siegfried noch in Rosenheim, da war ich der Alleinverdiener. Damals hab’ ich 800 Mark verdient. Ich hab’ noch ein Haushaltsbuch, für Ausgaben und Einnahmen aus dieser Zeit. Wenn am Monatsende eine Mark und 10 Pfennige irgendwo weggewesen waren, da hat man sich Gedanken gemacht ...

Siegfried: Aber das Geld hat immer gereicht. Es war halt nur ziemlich aufgebraucht.

Maria: In Waldkraiburg sind wir gerne ins zentrale, schöne Café Brosch gegangen. Vorher haben wir aber immer erst geschaut, ob wir noch so viel Geld haben ...

Siegfried: … für einen Kuchen.

Maria: Das hört sich heute seltsam an, aber das war so.

Und wie kam es zum Umzug grad nach Buchbach?

Siegfried: Das war ganz einfach. Ich war es von zuhause gewohnt, dass man selber ein Haus hat. Wir hatten auch schon einen Bausparvertrag. Das war einfach eine Vorstellung und Zuversicht, dass wir uns ein Haus bauen. Einfach war es zu dieser Zeit nicht. Wir sind durch jedes Raster gefallen, wenn öffentliche Bauplätze ausgewiesen worden sind. Entweder hat man aus der Landwirtschaft kommen müssen, sodass es über die Landessiedlung Grundstücke gegeben hat, oder man hat mindestens zwei Kinder haben müssen.

Das war auch so bei Himolla. Dort hat es auch über die Firma Grundstücke gegeben. Himolla hat auch eine Siedlung gebaut, da hätte man sich ein Siedlungshaus kaufen können. Aber wir sind durch das Raster gefallen. 

Himolla hat also damals eine Siedlung für seine Angestellten gebaut?

Siegfried: Ja. Damals gab es einfach eine Wohnungsnot. Die Arbeitgeber hatten Interesse daran, Leut’ zu finden. ... Wir haben rundum gesucht, um einen Bauplatz zu bekommen. Von einem Arbeitskollegen hab’ ich dann erfahren, dass der Schwiegervater an die Gemeinde Buchbach einen Grund verkauft hat, der nicht gebunden war … Da haben wir uns beworben. 1969 haben wir zu bauen angefangen und 1970 sind wir eingezogen.

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Maria, hast du dich mit dem Umzug nach Buchbach auch gleich um eine Anstellung an der Buchbacher Schule beworben?

Maria: Vorher schon. In Buchbach war immer ein großer Lehrerwechsel. Warum, weiß ich nicht. Viele junge Lehrer kamen und sind wieder weg. Daher war es nicht schwierig, eine Stelle zu bekommen. Als ich mich beim Schulleiter – das war damals der Herr Rabenseifner sen. – vorstellte, hieß es gleich, ich bekäme eine 7. Klasse mit „nur“ 51 Kindern. Nach Taufkirchen mit 56 Kindern in einer Klasse galt das schon als Verbesserung. 

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Wenn du heute zurückschaust auf die eigene Schulzeit, Maria, auf die Zeit als Lehrkraft und auf die heutige Schule – was hat sich geändert?

Maria: Vieles hat sich geändert. Wenn ich an meine eigene Schulzeit daheim denke, da war der Lehrer derjenige, der alles zu sagen hatte, der für das Lernen zuständig ist. Die Eltern vertrauten ihm. Ganz anders als zu meiner Zeit als Lehrerin oder noch viel mehr heute. – Und das ganze Wissen ist heute umfangreicher, anspruchsvoller. Daheim war es Lesen lernen, Rechnen, wieviel mehr ist das heute!

Hat während deiner Berufstätigkeit die Gleichberechtigung eigentlich schon eine Rolle gespielt?

Maria: Wir waren schon gleich bezahlt. Ich war ja nur ein einfacher Lehrer. Ich bin zwar irgendwann Oberlehrer geworden, das gibt es heute nicht mehr, aber das …

Siegfried: … war nur eine Alterserscheinung.

Maria: … hatte mit Geld nichts zu tun. – Als ich in Buchbach Lehrerin war – das war ja die Zeit, als Lehrermangel herrschte – da hatte ich einmal Doppelführung, ich war zuständig für zwei Klassen, zweimal zwei 8. Klassen mit jeweils über 40 Schülern. Und für diese über 80 Schüler hab’ ich Zeugnisse schreiben müssen, Beurteilungen, Korrekturen, das war abendfüllend und belastend.

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An der Ausleihe der Bücherei Buchbach


Wie hat es mit der Bücherei begonnen?

Siegfried: Ausgelöst hat dies Maria.

Maria: Damit man in Buchbach aufmerksam wird, habe ich die Kinder in die Gemeinde und zum Pfarrer Wimmer geschickt, um zu fragen, wo in Buchbach die Bücherei ist. Der Pfarrer Wimmer war wirklich aufgeschlossen, das muss man sagen, und für Neues zu haben. Regale waren schon vorhanden, einen Raum gab es, auch Geld für Bücher.

Siegfried: Es gab nur keinen, der sich gekümmert hat.  


Maria: Wir hatten beispielsweise das Buch von Hannes Burger, Feichtenreut. Da ist eine G’schicht von einer Feier drin, nach der am andern Tag ein Höschen im Garten gefunden wurde. Eine ältere Leserin hat sich das Buch ausgeliehen und kam dann zu uns und sagte: „Ich bin schon recht enttäuscht von euch, dass ihr so unanständige Bücher habt.“

Siegfried: Für jüngere Leser war es schon wichtig, welche Bücher es in der Bücherei gab. – Die Einrichtung der Bücherei haben wir immer rein selbst finanziert.

Es war früher leicht, zum Beispiel eine Tombola zu organisieren. Man ist zu den Handwerkern gegangen, der Dichtl Martin hat uns z. B. Buchstützen aus Naturstein gemacht. Die Bauer Fanny hat uns immer schöne Preise gegeben, kleine Elektrogeräte waren das. – Zum Sammeln würde man heute nicht mehr zu den Ladenbesitzern zum Betteln gehen.

Ihr wart ja schnell in Buchbach integriert. 1969 gebaut, 1970 hergezogen, 1971 habt ihr die Bücherei eröffnet.

Maria: Dass wir regelmäßig in die Kirche gingen, das hat sehr, sehr viel ausgemacht. Man hatte gleich Kontakt, man war bekannt.

Siegfried: Die Kirche war ein Kommunikationspunkt, das muss man sagen. Vor und nach der Kirch’ hat man miteinander geredet. Der Pfarrer war für seinen Ort da, er gehörte dazu.

Maria: Abends sind wir oft spazieren gegangen. Wenn dann beim Pfarrer das Licht gebrannt hat, haben wir einfach geläutet und sind auf einen Sprung rein zum Ratschen. So etwas würde einem heute nicht mehr einfallen …

Siegfried: Damals hat man sich auch schnell kennengelernt. Es half, dass Maria in der Schule gearbeitet hat. Auch fuhr damals von Buchbach ein Betriebsbus zu Himolla. Da kam man schnell ins Gespräch.

Maria: Wir sind auch gern zum Tanzen gegangen. Im Fasching war immer etwas los. Wir sind auf jede Tanzveranstaltung gegangen, da hat man viele Leute kennengelernt.

Siegfried und Maria Zoglauer auf dem Schulfasching, vermutlich 1985


Siegfried: Dazu fällt mir etwas ein: 


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1988 beging Buchbach seine vielen in Erinnerung gebliebene 1200-Jahrfeier. Ihr wart von Anfang an bei den Vorbereitungen dabei. Was könnt ihr dazu berichten?

Siegfried: Die Grundlage zur 1200-Jahrfeier geht auf die Kirche zurück, nicht auf die Gemeinde. 788 wird Buchbach zum ersten Mal im Indiculus Arnonis erwähnt. Pfarrer Wimmer war geschichtlich immer sehr interessiert, und wir kannten uns ja schon von der Bücherei. 1973/74 war ich Vorsitzender vom Heimatverein. Es war Pfarrer Wimmer, der sagte: „Es wird Zeit, dass wir uns für die 1200 Jahre etwas überlegen.“ Er war bis 1978 Pfarrer in Buchbach.Schon vorher waren wir in Salzburg zum Nachforschen in St. Peter, Pfarrer Wimmer, der Vitzthum Jok, der Zierl Heini, glaub ich, und ich. Pfarrer Wimmer kannte dort den Archivar und wir erhielten eine Führung. Damals wurden die Fotos aufgenommen, die später im Buch zur 1200-Jahrfeier veröffentlicht wurden.

Und in der Bücherei hat Fritz Straßner wiederholt Lesungen gehalten, einmal auch vom Andreas Strobl, dem Buchbacher Barockprediger. Aus dem Staatsarchiv brachte er ein Buch mit und las daraus vor. Er hat es so vorgetragen, dass es die Leut’ interessiert hat. So kam man immer weiter zurück in der Geschichte.

Maria: Je näher der Termin zur 1200-Jahrfeier rückte, desto mehr war Siegfried unterwegs, fuhr hierhin, dorthin. Das war eine strenge Zeit.

Siegfried: Da ist man zu jedem, und hat mit den Leuten geredet. Anschreiben oder Anrufen war nicht üblich, man hat alles persönlich ausg’schmatzt.

Maria: Fürs Buch „1200 Jahre Buchbach“ hat sich eine Gruppe regelmäßig getroffen und besprochen, was an Beiträgen rein soll. Pfarrer Steinberger, der Nachfolger von Pfarrer Wimmer, wirkte sehr ausgleichend, wenn’s manchmal hoch her ging. Rückblickend kann ich sagen, das war eine schöne Gemeinschaft.

Für den stundenlangen Festumzug haben wir Teilnehmer aus vielen umliegenden Orten gewinnen können.


Maria über Heimat

"Der Begriff „Heimat“ beleuchtet viele Facetten, lässt verschiedenste Bilder aufscheinen, weckt Erinnerungen, die meistens Trauer auslösen. Alles mündet letztlich in diesem trostlosen 'Die Heimat haben wir verloren'. – Bin ich heimatlos? Nein. Heimat ist für mich dort, wo ich von lieben Menschen erwartet werde, wo mich Liebgewonnenes umgibt, wo mir Bäume, Felder, Straßen vertraut sind, wo ich weder beim Feiern noch in leidvollen Tagen allein bin. Heimat muss nicht der Ort sein, wo man geboren ist. Heimat kann man sich selber schaffen!"


Wenn Sie das vollständige Interview mit Maria und Siegfried Zoglauer lesen wollen, dann können Sie das im Buch "Zeitzeugen. Wir erinnern uns", welches der Heimat- und Kulturverein Buchbach 2016 herausgegeben hat.


Das Gespräch mit Zoglauers fand am 5. und am 16. Februar 2016 statt.

Technik:
5.2.2016 Rekorder Tascam DR100-MKII PCM, Mikrofon Beyer MCE 82; 16.2.2016: Rekorder Tascam DR-100MKII, 2 Mikrofone AKG C451 (x/y-Stereofonie)